Ausgesetzt am Bach

​Am Rand eines kleinen Baches in der Gemeinde Huy saßen mehrere Kitten im Gras... ohne Mutter hatten sie dort keine  Chance. Eine Spaziergängerin entdeckte sie zufällig und rettete ihnen so das Leben. 

In der Region werden immer wieder Jungtiere auf Äckern oder in verwilderten Gärten offensichtlich erschlagen aufgefunden. Hier zeigt sich letztlich das sonst verborgene Leid der fortpflanzungsfreudigen Spezies Hauskatze 

Versorgt wurden die Kitten wieder von Frau Kuthe, die seit Jahren Sicherung, Erstversorgung und Weitervermittlung übernimmt – ehrenamtlich und mit hoher persönlicher Belastung. 
 

Die Kommune unterhält einen Fundtiervertrag mit einem privaten Tierheimbetreiber, bei dem vor allem wirtschaftliche Gesichtspunkte eine Rolle spielen.
Niedrige Kosten dürfen jedoch nicht das entscheidende Kriterium sein, wenn es um lebende Tiere geht.

Aus der Region kursieren immer wieder schwerwiegende Vorwürfe über mangelhafte Haltung und tierschutzwidrige Zustände. Solche Berichte verstärken das Misstrauen und zeigen, wie sensibel und kontrollbedürftig dieser Bereich ist.

Fundtierverwahrung allein ersetzt keinen präventiven Katzenschutz. Wenn Kitten bereits am Bach sitzen, ist das System zu spät dran. Wirksamer Schutz beginnt früher – mit einer konsequent umgesetzten Regelung nach § 13b TierSchG, verbindlicher Kastration, Kennzeichnung und Registrierung sowie transparenter, qualitätsgesicherter Zusammenarbeit mit seriösen Tierschutzstrukturen vor Ort.

Diese Kitten hatten Glück – Tausende andere nicht.